Geschlossene Immobilienfonds: ein Rechtsanwalt berät zu Chancen und Risiken
Geschlossene Immobilienfonds locken mit attraktiven Renditechancen und der Möglichkeit, sich an großen Immobilienprojekten zu beteiligen. Doch hinter den beeindruckenden Prospekten verbergen sich komplexe Strukturen, langfristige Bindungen und Risiken, die viele Anleger zunächst unterschätzen. Besonders dann, wenn sich die wirtschaftliche Entwicklung eines Fonds anders gestaltet als prognostiziert, geraten Investoren schnell in schwierige Situationen – bis hin zur Inanspruchnahme durch Insolvenzverwalter. Umso wichtiger ist es, Chancen und Fallstricke von geschlossenen Immobilienfonds mit einem Rechtsanwalt zu besprechen.
Was sind geschlossene Immobilienfonds?
Es handelt sich um eine großvolumige unternehmerische Immobilienbeteiligung – etwa Bürogebäude, Hotels, Pflegeeinrichtungen oder Einkaufszentren. Anleger erwerben dabei Fondsanteile und werden zu Miteigentümern des Projekts, meist als Kommanditisten. Sobald das geplante Kapital erreicht ist, wird der Fonds – anders als bei offenen Immobilienfonds – geschlossen. Neue Investoren können dann nicht mehr beitreten.
Für viele Anleger wirken diese Modelle attraktiv, weil sie Renditemöglichkeiten versprechen und sich als langfristige Geldanlagen eignen. Zugleich verlangt diese Form der Immobilieninvestition jedoch eine hohe Risikobereitschaft: Wertschwankungen, Leerstände und Entwicklungen am Immobilienmarkt können sich direkt auf die Ausschüttungen auswirken. Geschlossene Fonds sind daher keine passiven Kapitalanlagen, sondern unternehmerische Beteiligungen mit allen dazugehörigen Risiken.
Wie funktionieren geschlossene Immobilienfonds?
Die Funktionsweise geschlossener Immobilienfonds basiert auf festen Strukturen. Mehrere Anleger bündeln ihr Kapital, um ein Immobilienprojekt zu finanzieren. Nach Platzierungsschluss bleibt der investierte Betrag meist über viele Jahre gebunden – eine vorzeitige Veräußerung der Anteile ist nur eingeschränkt möglich. Die wirtschaftliche Entwicklung hängt maßgeblich von Faktoren wie Vermietungsquote, Standortqualität, Finanzierungskosten oder Objektzustand ab.
Ziel sind langfristige Erträge aus Mieteinnahmen oder einem späteren Verkauf. Gleichzeitig tragen die Anleger das volle wirtschaftliche Risiko. Gerät der Fonds in Schwierigkeiten, führt dies häufig zu geringeren Ausschüttungen oder sogar Kapitalverlusten. Wer sich an solchen Modellen beteiligt, sollte daher die eigenen Investitionsstrategien kritisch hinterfragen und Risiken sorgfältig abwägen.
Welche Risiken gibt es bei geschlossenen Immobilienfonds?
Bei geschlossenen Fonds als Immobilienanlage treten immer wieder rechtliche Konflikte auf. Dazu gehören:
- fehlerhafte oder unvollständige Prospekte
- irreführende Renditeprognosen
- unzureichende oder falsche Beratung bei Vertragsabschluss
- wirtschaftliche Fehlentwicklungen bis hin zur Fondsinsolvenz
Besonders brisant wird es bei der Kommanditistenhaftung. Wurden Ausschüttungen gezahlt, obwohl sie bilanziell nicht durch Gewinne gedeckt waren, droht eine Rückforderung. Anleger sehen sich dann oft einer Inanspruchnahme durch Insolvenzverwalter gegenüber.
Hinzu kommen Beratungsmängel im Vertrieb. Viele Betroffene berichten, dass Risiken verharmlost oder entscheidende Informationen nicht erwähnt wurden. Eine fehlerhafte Anlageberatung kann Schadensersatzansprüche begründen – ein wichtiger Hebel, um finanzielle Nachteile auszugleichen.
Gescheiterte geschlossene Immobilienfonds: ein Rechtsanwalt hilft Anlegern
Wer wirtschaftliche Verluste erleidet, sollte sich umgehend juristisch beraten lassen. Im Zusammenhang mit geschlossenen Immobilienfonds prüft ein Rechtsanwalt folgende Aspekte:
- Anspruch wegen fehlerhafter oder unvollständiger Beratung
- Prospekthaftung bei falschen oder irreführenden Angaben
- Rückforderung unzulässiger Ausschüttungen abwehren
- Prüfung der Haftung aus Beteiligungsverträgen
- Bewertung der Chancen auf ein außergerichtliches Vorgehen
Vor allem in Fällen, in denen ein Fonds insolvent wird, ist schnelle Unterstützung durch einen Fachanwalt wie Achim Strauch entscheidend. Anleger müssen Fristen beachten, Ansprüche sichern und es vermeiden, voreilig Erklärungen gegenüber dem Insolvenzverwalter abzugeben.
Geschlossene Immobilienfonds: Ihr Rechtsanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht in Aschaffenburg
Obwohl sie eine interessante Form der Beteiligung sind, bergen geschlossene Immobilienfonds erhebliche finanzielle Risiken. Als Rechtsanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht in Aschaffenburg kann Achim Strauch bereits im ersten Schritt die wirtschaftlichen und rechtlichen Dokumente eines geschlossenen Fonds prüfen und typische Schwachstellen identifizieren. Darüber hinaus übernimmt er Kommunikation und Verhandlungen mit Banken, Beratern, Vertriebsgesellschaften oder Insolvenzverwaltern.
Nehmen Sie Kontakt zu unserer Kanzlei auf, um Ihre Ansprüche zu sichern, Risiken zu begrenzen und die eigene Position wirkungsvoll durchzusetzen!
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